Welchen Raum geben wir Kultur? Wie tolerant sind wir? Und wie wichtig ist uns das Mitgestalten? Diese und andere Fragen standen am 10. September unter dem Motto „KULTURLOS – bitte kein Applaus“ im Wiesbadener Kulturpark zur Diskussion.

Gemeinsam mit der Initiative Social Business City um Hans Reitz und sein Team wurde mit ca. 100 Bürgern und Bürgerinnen in einem Zirkuszelt am Schlachthof darüber diskutiert, welche Form von Kultur und kulturellen Angeboten die Menschen möchten. Auf dem Podium diskutierten Winrich Tischel (Leiter des Wiesbadener Ordnungsamt), Dominik Hofmann (heimathafen), Beatrice Schenk (Schloss Freudenberg) und Gerhard Schulz (Schlachthof) über ihre Erfahrungen bei der Durchführung und Finanzierung von Kulturangeboten und Prof. Detlev Reymann von der Hochschule Rhein-Main stellte in seiner Keynote die Frage, ob es in Wiesbaden überhaupt eine Leitkultur gäbe.

Wie so oft im Kontext zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung wurde klar, das es keinen ausreichenden Dialog gibt. Zahlreiche Bürger meldeten sich zu Wort, beklagten fehlende Sportplätze für Kinder und Jugendliche, zu viele kommerzielle Veranstaltungen oder das verkümmern von Plätzen der Stadt.