Eine Stadtteilzeitung als Identitätsstifter

By 3. November 2014Allgemein

Bei MySocialCity gehen wir der Frage nach, wann und warum sich Menschen mit Ihrem Wohnort identifizieren und somit an einem Dialog interessiert sind. Hauptaugenmerk liegt auf der Analyse dieser Situation in Städten. Grundsätzlich stellen wir fest, das es aufgrund der Größe und Komplexität von Städten immer schwieriger für Menschen wird, sich komplett mit diesem „System Stadt“ zu identifizieren. Das ist insofern sehr bedenklich, da es bei fehlender Identifikation kaum zu sozialen Engagement und politischer Beteiligung an der Weiterentwicklung der Stadt geben kann.

Basierend auf dieser Beobachtung tritt die Bedeutung einzelner Stadtteile (Quartiere, Viertel, Kiez) wieder deutlich in den Vordergrund. Menschen leben zu allererst in einem räumlich und sozial überschaubaren Bereich. Dort müssen die Maßnahmen zur Identifikation ansetzen. Ein sehr gelungenes Beispiel haben wir auf dem letzten Visionären Frühschoppen kennengelernt: Rund um den redaktionellen Leiter Erdal Aslan entstand die Stadtteilzeitung MENSCH WESTEND.

In seinem kurzen Vortrag erläuterte Herr Aslan, das die Zeitung im Moment sehr erfolgreich ist und sich mehr und mehr Menschen (v.a. mit Migrationshintergrund) öffnen und die neue Plattform gut annehmen. Das setzt auch unsere These: Menschen müssen mit Ihren Bedürfnissen Ernst genommen werden, v.a. in der Stadtentwicklung und im sozialen Miteinander einer Stadt. „Mensch Westend“ ist für uns bei MySocialCity ein sehr gelungenes Beispiel für die Schaffung neuer Schnittstellen unter den Menschen – und in Zukunft sicher auch über den Stadtteil hinaus. Weiter so!